Vipassana Meditation -ein Erfahrungsbericht

Die Dinge so sehen wie sie wirklich sind – das ist die Übersetzung für Vipassana.

Als ich mich für den 10 tägigen Meditationskurs online einschrieb, war ich voller Neugier, welche Erfahrung mich wohl erwarten würde.  Klar hatte ich schon hin und wieder im Anschluß meiner Yogapraxis einige Minuten meditiert, was aber  kaum zu vergleichen wäre mit 8 bis 10 Stunden täglich.

Also packte ich am 2. Weihnachtsfeiertag meine Tasche und los gings mit der Vogtlandbahn nach Triebel.

Schon am Ankunftsabend erfolgte die erste Meditationseinheit und die Edle Stille wurde für die nächsten 10 Tage eingeläutet oder besser eingegongt. So saßen also 120 Meditionsteilnehmer in einer großen Halle, jeder auf seinem festgelegten Platz.

Auch die Essens-, Schlafens- und Pausenzeiten waren vorgegeben. Die äußere Disziplin sollte uns helfen die Innere Disziplin des konzentrierten Geistes aufrecht zu erhalten.

Doch bis sich die Konzentration bei mir einstellte vergingen zähe Stunden auf dem Meditationskissen. Aber mit jedem Tag wurde es besser. Und zu meiner Überraschung vergingen etwa am 4. Tag auch die Schmerzen, welche durch die statische Sitzhaltung zu Tage befördert wurden.

So lernten wir das Gesetzt des stetigen Wandels, am eigenen Körper kennen. Was sich gestern noch anstrengend anfühlte, war heute leicht und angenehm.

In dem Moment in welchem der Geist Nichts mehr ablehnt oder verlangt, lösen sich leidvolle Denkmuster auf. Physische Schmerzen werden nicht verstärkt sondern aufgelöst. Das jedenfalls war meine persönliche Erfahrung.

Alles ist der Veränderung unterworfen.

So löste sich nach 10 intensiven Tagen die gesamte Gruppe inclusive Lehrer und Helfer wieder in alle Himmelsrichtungen auf, um für die Nächsten das Feld zu räumen.

Die Kurse finden 2 mal monatlich das ganze Jahr lang und auf Spendenbasis statt.

Wenn du dich dafür interessierst, dann findest du hier weitere Informationen: https://dvara.dhamma.org/de/kurse/